GEOTECHNIK
INGOLSTADT

Geotechnik in Ingolstadt

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Wenn der schwere Rammsondierbär auf das Gestänge trifft und die Schlagzahlen pro Dezimeter Eindringung protokolliert werden, entsteht das erste belastbare Bild des Ingolstädter Baugrunds. In der Donaustadt, wo mächtige quartäre Schotterkörper über tertiären Feinsanden lagern, reichen einfache Annahmen nicht aus. Die bodenmechanische Untersuchung liefert die Kennwerte, die Statiker und Gründungsplaner brauchen: Scherfestigkeit, Steifemoduln und Konsolidierungsbeiwerte. Auf dem ehemaligen Glacis der Landesfestung oder in den Auen der Donau ändern sich die Untergrundverhältnisse oft auf wenigen Metern. Ein CPT-Versuch in den weichen Auelehmen der Donauauen zeigt sofort, wo die Tragschicht beginnt, während ergänzende Sondierungen mit SPT die Lagerungsdichte der tieferen Schotterhorizonte aufschlüsseln. Das Labor ermittelt danach an gestörten und ungestörten Proben die vollständige Bodenklassifikation nach DIN 18196 – die Grundlage jeder wirtschaftlichen Bemessung.

Die Scherfestigkeit der Ingolstädter Quartärschotter wird oft überschätzt – erst der Triaxialversuch unter dränierten Bedingungen zeigt den tatsächlichen Reibungswinkel für die Gründung.
Geotechnik in Ingolstadt
Technische Referenz — Ingolstadt

Unsere Leistungsbereiche

Lokale Geologie

Ein Mehrfamilienhaus im Ingolstädter Nordwesten, in Hanglage zum Schuttertal, illustriert das Zusammenspiel von Feld- und Laborarbeit: Die Rammsondierung zeigte ab 2,80 m Tiefe einen sprunghaften Anstieg der Schlagzahlen auf über 15 pro 10 cm – typisch für die verwitterten Molassesande. Trotzdem blieb die Frage der Setzungsempfindlichkeit offen. Erst der Ödometerversuch im Labor bezifferte den Steifemodul Es mit 18 MN/m² und die Konsolidierungszeit mit knapp vier Wochen unter der geplanten Last. Wer in Ingolstadt auf der sicheren Seite sein will, kombiniert den Drucksondierung mit einer Korngrößenanalyse der Feinsandschichten, um die Gefahr von Suffosion bei wechselnden Donauwasserständen auszuschließen. Die bodenmechanische Untersuchung deckt dabei drei Säulen ab: die direkte Aufschlussbohrung mit Probenentnahme, die indirekte Sondierung zur flächenhaften Erkundung und das darauf abgestimmte Laborprogramm. Scherparameter aus dem Rahmenscherversuch oder Triaxialversuch bilden die Eingangsgrößen für die Standsicherheitsnachweise der Baugrube. Bei den oft kiesigen Böden im Stadtgebiet achten wir im Labor besonders auf den Überkornanteil, der die Ergebnisse sonst verfälschen kann.

Referenznormen

DIN EN 1997-1:2014-03 (Eurocode 7: Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik), DIN EN 1997-2:2010-10 (Erkundung und Untersuchung des Baugrunds), DIN 4020:2010-12 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN 18196:2011-05 (Erd- und Grundbau – Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke)

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Warum uns wählen

In Ingolstadt beobachten wir regelmäßig, dass Bauherren die Heterogenität der Donauschotter unterschätzen. Zwischen den gut tragfähigen Kiesen liegen oft Linsen aus Schluff oder organischen Resten, die schon bei geringer Auflast ungleichmäßige Setzungen verursachen. Ein klassischer Fall ist die Bebauung auf dem Hochufer südlich der Donau: Dort treten unter den quartären Kiesen die tertiären Fein- und Mittelsande der Oberen Süßwassermolasse auf. Diese Sande neigen bei Wasserzutritt und dynamischer Belastung zur Kornumlagerung. Ohne eine detaillierte bodenmechanische Untersuchung mit Bestimmung der Ungleichförmigkeitszahl Cu und des Porenanteils bleibt das Setzungsrisiko eine Blackbox. Die Norm DIN 4020 fordert für Bauwerke der Geotechnischen Kategorie 2 und 3 zwingend die Ermittlung von Scherparametern und Steifemoduln – das sind keine akademischen Übungen, sondern die Grundlage für eine sichere und bezahlbare Gründung. Gerade im Donautal mit seinen schwankenden Grundwasserständen muss der Auftriebsnachweis mit gemessenen Wichten und nicht mit Tabellenwerten geführt werden.

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
BaugrunderkundungRammkernsondierung, Drucksondierung CPT, Schwere Rammsondierung DPH nach DIN EN ISO 22476
ProbenentnahmeGestörte und ungestörte Proben (Güteklasse 1–3) aus Bohrungen bis 20 m Tiefe
KlassifikationKorngrößenanalyse, Atterberg-Grenzen, Glühverlust, Kalkgehalt nach DIN 18196
ScherfestigkeitRahmenscherversuch, Triaxialversuch (CU/CD) nach DIN 18137-2/3
VerformbarkeitÖdometerversuch (Steifemodul Es, Konsolidierungsbeiwert cv) nach DIN 18135
WasserdurchlässigkeitLaborversuch (konstante/fallende Druckhöhe) nach DIN 18130 oder Feldversuch
Normative GrundlageEurocode 7 (DIN EN 1997-2), DIN 4020, ergänzende EAB-Empfehlungen

Gängige Fragen

Welche bodenmechanischen Laborversuche sind für ein Einfamilienhaus in Ingolstadt Pflicht?

Für ein Einfamilienhaus der geotechnischen Kategorie 2 reichen meist Klassifikationsversuche nach DIN 18196 (Korngrößenanalyse, Atterberg-Grenzen) und die Bestimmung der Lagerungsdichte aus der Rammsondierung. Bei setzungsempfindlichen Böden wie den Auelehmen im Donautal oder den Molassesanden empfehlen wir zusätzlich einen Ödometerversuch, um den Steifemodul Es zu beziffern. Das Baugrundgutachten nach Eurocode 7 fasst alle Kennwerte zusammen und gibt die zulässige Sohlspannung für die Gründung vor.

Wie lange dauert eine vollständige bodenmechanische Untersuchung in Ingolstadt?

Die Feldarbeit mit schwerer Rammsondierung und Probenentnahme nehmen einen bis zwei Tage in Anspruch, je nach Anzahl der Aufschlusspunkte und der erforderlichen Tiefe. Die Laborversuche benötigen etwa zwei bis drei Wochen, da Ödometer- und Triaxialversuche zeitabhängig sind. Das vollständige Baugrundgutachten liegt dann nach rund vier Wochen vor. Bei dringenden Projekten können Zwischenstände zu den Tragfähigkeitskennwerten früher kommuniziert werden.

Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung für ein Bauvorhaben in Ingolstadt?

Für ein typisches Einfamilienhaus oder ein kleineres Mehrfamilienhaus in Ingolstadt liegen die Kosten für die Kombination aus Felduntersuchung und Labortests im Bereich von 3.070 bis 4.320 Euro, abhängig von der Anzahl der Sondierpunkte und dem Umfang des Laborprogramms. Größere Projekte mit mehreren Bohrungen und erweiterten Versuchen wie Triaxialtests liegen entsprechend höher. Das Angebot wird nach Vorbesprechung der Baupläne und Einsicht in den Baugrund individuell erstellt.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ingolstadt und Umgebung.

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Die Tragfähigkeit des Baugrunds bestimmt die wirtschaftliche und sichere Gründungsbemessung; maßgebend sind hierfür die anerkannten Regelwerke und eine sorgfältige Erkundung. Für weiterführende technische Grundlagen zur Ermittlung der zulässigen Bodenpressung sei auf die Dokumentation Geotechnik verwiesen.