Wenn der schwere Rammsondierbär auf das Gestänge trifft und die Schlagzahlen pro Dezimeter Eindringung protokolliert werden, entsteht das erste belastbare Bild des Ingolstädter Baugrunds. In der Donaustadt, wo mächtige quartäre Schotterkörper über tertiären Feinsanden lagern, reichen einfache Annahmen nicht aus. Die bodenmechanische Untersuchung liefert die Kennwerte, die Statiker und Gründungsplaner brauchen: Scherfestigkeit, Steifemoduln und Konsolidierungsbeiwerte. Auf dem ehemaligen Glacis der Landesfestung oder in den Auen der Donau ändern sich die Untergrundverhältnisse oft auf wenigen Metern. Ein CPT-Versuch in den weichen Auelehmen der Donauauen zeigt sofort, wo die Tragschicht beginnt, während ergänzende Sondierungen mit SPT die Lagerungsdichte der tieferen Schotterhorizonte aufschlüsseln. Das Labor ermittelt danach an gestörten und ungestörten Proben die vollständige Bodenklassifikation nach DIN 18196 – die Grundlage jeder wirtschaftlichen Bemessung.
Die Scherfestigkeit der Ingolstädter Quartärschotter wird oft überschätzt – erst der Triaxialversuch unter dränierten Bedingungen zeigt den tatsächlichen Reibungswinkel für die Gründung.










