Zwischen dem Auwaldboden entlang der Donau und den Jura-Ausläufern im Norden Ingolstadts liegen Welten, was den Baugrund angeht. In den südlichen Stadtteilen nahe der Donauauen treffen wir oft auf gering tragfähige Auenlehme und organische Schichten, während nördlich der Schutter die Kalk- und Dolomitverwitterungsböden des Fränkischen Jura anstehen. Diese Unterschiede bestimmen die Ankerbemessung. Ein Verpressanker, der in den quartären Kiesen des Donautals auf 250 kN ausgelegt wird, braucht in den klüftigen Malmkalken bei Gerolfing eine völlig andere Krafteinleitungslänge. Unser Team berechnet aktive und passive Ankersysteme standortscharf. Bei Baugruben mit hohem Grundwasserstand kombinieren wir die Bemessung mit dem Aushub-Monitoring, um Verformungen im Umfeld kritischer Infrastruktur wie der Raffinerien zu kontrollieren.
Die Kunst der Ankerbemessung in Ingolstadt liegt darin, den Krafteintrag sicher hinter den aktiven Gleitkeil zu legen und gleichzeitig die Tragfähigkeit der steilen Malmkalkschichten optimal zu nutzen.



