In der Donaustraße haben wir eine 9 m tiefe Baugrube für ein neues Parkhaus begleitet, wo der anstehende tertiäre Sand im Wechsel mit Schluffschichten jede Freigabe zur Herausforderung machte. Die geotechnische Baugrubenüberwachung muss in Ingolstadt auf die quartären Donauschotter und die darunter liegenden feinkörnigen Sedimente der Molasse reagieren — ein Zwei-Schicht-System, das bei Wasserzutritt rasch an Standfestigkeit verliert. Unser Team dokumentiert Setzungen an der Verbauwand, kontrolliert Ankerkräfte und gleicht die Messwerte täglich mit der geotechnischen Prognose ab. Für tiefe Einschnitte kombinieren wir die Überwachung mit dem CPT-Versuch, um Schichtgrenzen in Echtzeit zu bestätigen, bevor der nächste Aushubschritt freigegeben wird. Die Vermessung erfolgt auf 0,3 mm genau, und jeder Messzyklus wird mit dem Standrohrspiegel im Umfeld abgeglichen — denn in der Altstadt kann schon ein geringer Grundwasseranstieg historische Fundamente gefährden.
Eine unüberwachte Baugrube im Donauschotter kann innerhalb von 48 Stunden nach Starkregen kritische Verformungen erreichen — tägliche Messroutine ist kein Luxus, sondern Stand der Technik.



