Die Planung eines Bauwerks auf den quartären Schotterterrassen und Auesedimenten der Donau erfordert belastbare Kennwerte. In Ingolstadt schreibt die DIN 4020, ergänzt durch den Eurocode 7 (DIN EN 1997-2), für nahezu jedes mittlere bis große Bauvorhaben eine direkte Aufschlussmethode wie die SPT-Bohrung vor. Wir von unserem geotechnischen Labor kennen die lokalen Herausforderungen: Die pleistozänen Schotter im Stadtgebiet können ab 3 bis 5 Metern Tiefe so kompakt gelagert sein, dass nur ein schweres Gestänge mit Rammspitzen nach DIN EN ISO 22476-3 belastbare Schlagzahlen liefert. Die Donauauen wiederum bergen locker gelagerte Sandlinsen, deren Tragfähigkeit ohne eine korrekte Interpretation der N30-Werte schnell überschätzt wird.
Die Schlagzahl N30 aus dem SPT korreliert in den Ingolstädter Donauschottern zuverlässig mit dem Reibungswinkel – eine wesentliche Eingangsgröße für die Grundbruchberechnung.



