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CPT-Sondierung in Ingolstadt: Digitale Baugrunderkundung für die Donau-Region

Fachkundig. Gründlich. Effizient.

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Ingolstadt ist geologisch zweigeteilt: südlich der Donau dominieren quartäre Schotterterrassen mit hoher Lagerungsdichte, während nördlich des Flusses mächtige Auenlehme und schluffige Feinsande anstehen, die bei Baugruben oft erst ab 4 bis 5 Metern Tiefe tragfähig werden. Wer hier ein Bauvorhaben plant – sei es im Güterverkehrszentrum, in der Nähe der Audi-Werke oder in einem der wachsenden Wohnquartiere – braucht belastbare Kennwerte zur Tragfähigkeit. Genau dafür setzen wir den CPT (Cone Penetration Test) ein. Das Verfahren liefert in Echtzeit den Spitzendruck, die lokale Mantelreibung und den Porenwasserdruck, ohne dass eine Kernbohrung nötig ist. Besonders bei heterogenen Auenablagerungen, wie wir sie entlang der Donau häufig antreffen, erkennen wir mit dem CPT Schwachschichten zentimetergenau. Ergänzend zur Sondierung kann eine SPT-Bohrung sinnvoll sein, wenn zusätzlich gestörte Proben für Laborversuche im akkreditierten Labor nach DIN EN ISO 17892 benötigt werden.

Der CPT liefert uns nicht nur einen Spitzendruck – er zeichnet den Fingerabdruck des Baugrunds in Echtzeit auf, zentimetergenau und ungestört.

Unsere Leistungsbereiche

Ablauf und Umfang

Die Baugrundverhältnisse in Ingolstadt variieren stark – selbst innerhalb weniger hundert Meter. Im Stadtteil Oberhaunstadt treffen wir auf Lösslehmdecken über tertiären Sanden, während im Industriegebiet Manchinger Straße oft Auffüllungen aus der Nachkriegszeit die oberen zwei Meter bilden. Der CPT reagiert auf diese Wechsel sofort: Sobald die Sondierspitze mit ihren 10 cm² Querschnittsfläche in eine dichtere Kiesschicht eindringt, steigt der Spitzendruck sprunghaft an. Unsere elektrische CPT-Sonde misst kontinuierlich mit 2 cm Tiefenintervall und überträgt die Rohdaten direkt auf unseren Messlaptop. Aus dem Reibungsverhältnis lassen sich Bodenartendiagramme ableiten, die zusammen mit der gemessenen Porenwasserdruckverteilung ein präzises Bild der Untergrundverhältnisse zeichnen. In Ingolstadt fahren wir die Sondierungen typischerweise bis in Tiefen von 12 bis 20 Meter – je nachdem, ob die quartären Kiese als Gründungshorizont erreicht werden müssen oder tiefere tertiäre Schichten zu erkunden sind. Der große Vorteil gegenüber Rammkernsondierungen: keine Bohrgutverfälschung, keine Entspannung des Bodens, kein Aushub – und das bei einer Tagesleistung von meist drei bis fünf Sondierpunkten, abhängig vom erforderlichen Reaktionsgewicht des Raupenfahrzeugs.
CPT-Sondierung in Ingolstadt: Digitale Baugrunderkundung für die Donau-Region
Technische Referenz — Ingolstadt

Lokaler geotechnischer Kontext

Ein typischer Fehler, den wir in Ingolstadt immer wieder sehen: Der Baugrund wird nur mit schwerer Rammsondierung nach DIN EN ISO 22476-2 erkundet und dann pauschal als 'ausreichend tragfähig' eingestuft – bis die Baugrube ausgehoben ist und sich herausstellt, dass unter einer tragenden Kieslinse eine weiche, setzungsempfindliche Auenlehmschicht liegt. Der CPT deckt solche Inhomogenitäten auf, weil er nicht nur eine Schlagzahl liefert, sondern ein kontinuierliches Widerstandsprofil. Gerade bei Hochwasserschutzbauwerken entlang der Donau, wo eine Fehleinschätzung der Scherfestigkeit fatale Folgen haben kann, ist die CPT-Sondierung das Mittel der Wahl. Ein zweiter kritischer Punkt: Fehlinterpretationen des Reibungsverhältnisses bei teilgesättigten Böden. Hier hilft die gleichzeitige Messung des Porenwasserdrucks (CPTu), um den effektiven Spannungszustand korrekt zu erfassen und die Gefahr von hydraulischem Grundbruch beim tiefen Aushub sicher zu bewerten.

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Referenznormen

DIN EN ISO 22476-1:2013 (CPT/CPTu), DIN 4020:2010 (Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke), DIN EN 1997-2 (Eurocode 7 – Erkundung und Untersuchung des Baugrunds)

Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Sondierspitze (Querschnitt)10 cm² (Standard); optional 15 cm²
Messintervall2 cm (kontinuierlich digital)
Maximale SondiertiefeBis 25 m (je nach Bodenwiderstand)
Gemessene Größenqc (Spitzendruck), fs (Mantelreibung), u (Porenwasserdruck)
Normative GrundlageDIN EN ISO 22476-1:2013
Reaktionsmasse TrägerfahrzeugMin. 12 t (weiche Böden) bis 20 t (dichte Kiese)
DatenauswertungBodenartendiagramm nach Robertson (1986), Ableitung cu, φ', E-Modul

Gängige Fragen

Was kostet eine CPT-Sondierung in Ingolstadt ungefähr?

Für eine Standard-CPT-Sondierung nach DIN EN ISO 22476-1 mit kontinuierlicher digitaler Aufzeichnung von Spitzendruck und Mantelreibung rechnen Sie in Ingolstadt mit Kosten zwischen €170 und €260 pro Sondierpunkt, abhängig von der Sondiertiefe und dem erforderlichen Geräteaufwand. Die CPTu-Variante mit Porenwasserdruckmessung liegt im oberen Bereich. Mob- und Demob-Kosten richten sich nach der Anzahl der Sondierpunkte und der Erreichbarkeit der Ansatzstellen.

Ab welcher Tiefe liefert der CPT in den Ingolstädter Donauauen belastbare Werte?

Der CPT liefert ab Geländeoberkante belastbare Messwerte – schon der erste Zentimeter Eindringung wird aufgezeichnet. Die Interpretation für Gründungszwecke beginnt allerdings meist ab 1,5 bis 2 Metern Tiefe, da die oberflächennahen Auenlehme oft organische Beimengungen enthalten und jahreszeitlich schwankende Wassergehalte aufweisen. Entscheidend ist der kontinuierliche Verlauf: Wir erkennen sofort, ob unter einer steifen Kruste weiche Schichten folgen.

Kann der CPT in Ingolstadt eine Kernbohrung ersetzen?

Teilweise – der CPT ersetzt die Kernbohrung immer dann, wenn es um die Schichtenabgrenzung und die Bestimmung mechanischer Kennwerte geht. Für die Gewinnung ungestörter Proben für Triaxial- oder Ödometerversuche nach DIN EN ISO 17892 ist jedoch weiterhin eine Kernbohrung nötig. In der Praxis kombinieren wir beides: Ein CPT-Raster zur flächigen Erkundung, ergänzt durch gezielte Kernbohrungen an den kritischen Punkten für das Labor.

Wie tief können Sie im Ingolstädter Stadtgebiet sondieren?

Das hängt vom anstehenden Boden ab. In den quartären Schottern südlich der Donau erreichen wir mit unserem 20-Tonnen-Raupenfahrzeug meist 12 bis 18 Meter, bevor der Spitzendruck auf über 40 MPa ansteigt und wir die Sondierung abbrechen müssen. In den weicheren Sanden und Auenlehmen nördlich des Flusses sind Tiefen von 20 bis 25 Meter möglich. Vor Ort entscheidet der Sondierführer anhand des Echtzeitprofils.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Ingolstadt und Umgebung.

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